Gruppenausstellung

24.03.-02.06.2024

im Kunstmuseum Heidenheim

Mit Arbeiten von:
Christine Braun, Jonas Etter, Takaya Fujii, Helga Franz, Fabian Gatermann, Patricija Gilyte, Fadi al-Hamwi, Nadine Karl, Alice Musiol, Elia Nurvista, Thomas Rentmeister, Tiago Sant’Ana, Johanna Strobel, Kees de Vries, Heidemarie Ziebandt

Das Kunstmuseum Heidenheim möchte mit dieser Ausstellung zwei Tendenzen im künstlerischen Umgang mit den kristallinen Substanzen Salz und Zucker aufzeigen: Zum einen dienen sie als Material für Bilhauer*innen. Ihre chemische Struktur bietet mehrere Perspektiven: In Wasser gelöst, zu einem festen Körper gepresst, blühend, abgestorben, gebrannt, gebacken oder als rieselnde Masse können sowohl Salz als auch Zucker unterschiedliche Formen annehmen und damit Perspektiven auf skulpturale Fragestellungen eröffnen.
Andererseits sollen auch die symbolischen und politischen Implikationen hervorgehoben werden. Salz zum Beispiel ist ein lebensnotwendiges Element. Es kann als lebensnotwendig angesehen werden, aber als lebensfeindliche Salzwüste kann es für Entbehrung stehen. Zucker hingegen steht für Wohlstand, Konsum und Genuss, aber auch für Gier und Ausbeutung. Denn bevor dieser Stoff industriell aus Zuckerrüben hergestellt werden konnte, wurde er aus Zuckerrohr gewonnen. Die Geschichte des Süßungsmittels ist daher eng mit der kolonialen Ausbeutung verbunden.

Ziel der Ausstellung ist es, die Komplexität der Elemente in Kunst und Gesellschaft aufzuzeigen und das Publikum zum Nachdenken anzuregen.

Ort:
Kunstmuseum Heidenheim
Marienstraße 4,
89518 Heidenheim

www.kunstmuseum-heidenheim.de